Konzert 10 - Sancta Clara-Keller

 

Bei diesem Konzert mussten wir leider umdisponieren. Weitere Informationen folgen.

Das C-Dur-Quintett trug Mozart am 19. April 1787 als vollendet in sein Werkverzeichnis ein. Zusätzlich verwandelte er eine c-Moll-Bläserserenade in ein Streichquintett und erhielt so zusammen mit dem g-Moll-Quintett den in Wien üblichen Dreierzyklus von Werken. Im April 1788 konnte er das neue Opus in der Wiener Zeitung den Käufern anbieten: »Drei neue Quintetten à 2 Violini, 2 Viola und Violoncello, schön und korrekt geschrieben.« Offenbar hatte sich noch kein Verleger gefunden, der diese exorbitant schweren und langen Quintette herausbringen wollte. Auch die Wiener Musikliebhaber blieben zögerlich. Der hohe Preis und die nicht minder hohen Anforderungen an alle fünf Spieler schreckten sie ab, so dass sich auf Mozarts Zeitungsaufruf kaum ein Käufer meldete.

In op. 131 schließt sich ein riesiger Kreis von drei der letzten Quartette Beethovens (mit op. 132 und op. 130 beginnend), die aus Umbildungen eines gemeinsamen Grundmotivs erwachsen. Richard Wagner schreibt dazu: »Das einleitende längere Adagio, wohl das Schwermütigste, was je in Tönen ausgesagt worden ist, möchte ich mit dem Erwachen des Tages bezeichnen, der in seinem langen Lauf nicht einen Wunsch erfüllen soll, nicht einen! Doch zugleich ist es ein Bußgebet, eine Beratung mit Gott im Glauben an das ewig Gute«. Unter Quartettfreunden ist man sich einig, dass es in diesen Quartetten um »die letzten Dinge« geht.

Peter Tonger