Konzert 9 - Historischer Gemeindesaal

 

 

In seiner Jugend hat Beethoven das Hornspiel erlernt, und zwar bei dem Bonner Hofmusiker Nikolaus Simrock, dem späteren Musikverleger. Der Hornschüler hat »seinem Meister späterhin manche harte Nuss zu knacken gegeben«, wie Beethoven selbst einmal in einem Brief gestand. Zu diesen »harten Nüssen« gehörte auch das Sextett für zwei Hörner und Streichquartett, in dem die Hörner »wie zu erwarten durchaus die führenden Stimmen sind«. (Riemann).

Pleyels einziges Septett (neben 80 Streichquartetten) für zwei konzertierende Hörner und Streicher, schwankend zwischen Serenadenstil und sinfonischem Gepränge, bietet Kammermusik in höchst virtuoser Manier.

Von den drei Streichquintetten Dvořáks ist nur das zweite in G-Dur mit einem Kontrabass besetzt statt der üblichen Bratsche oder Cello. Das deutet auf einen sinfonischen Charakter hin. Es ist das erste Werk des 34-jährigen, das einen Kompositionspreis erhielt.

Peter Tonger