Bewegende Geschichten

Liebes Publikum,

herzlich willkommen zur 6. Saison von KammerMusikKöln! Seit sechs Jahren haben wir Musiker gemeinsam mit dem Kammermusik-Team und Ihnen, unserem geschätzten Publikum, viel erlebt und bewegt in der Domstadt. Mit jeder erfolgreichen Saison wird unser Verein stärker und bekannter, so dass Kammermusik, die in Köln und in Bonn immer noch unterrepräsentiert ist, mehr und mehr zu hören ist. Meine Erfahrung der sechs Jahre der »Kammermusik für Köln« hat mir eine klare Erkenntnis gebracht: Auf Pessimismus können wir ruhig verzichten! Wir haben durch positive Energie und Beharrlichkeit Projekte realisiert, die nicht für möglich gehalten wurden. Ich rechne immer noch damit, dass die steigende Begeisterung an hochkarätiger Kammermusik in Köln irgendwann in den längst überfälligen Bau eines Kammermusiksaales mündet. Bis dahin müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass wir möglichst viele Freunde, Kollegen und auch die Familie mit dem Kammermusikvirus anstecken - je größer unser Kreis, desto mehr können wir bewegen.

Dieses Jahr präsentieren wir eine Serie von Programmen, die jeweils eine kurze Geschichte oder Short Story erzählen. Unter anderem hören wir von Genies, die leider zu früh gestorben sind, von Komponistinnen, die stark gegen Vorbehalte zu kämpfen hatten, wir stellen einen Abend bei Schumanns zu Hause nach, wir verbinden die zwei Improvisationsformen Jazz und Barock, wir würdigen Komponisten, die im ersten Weltkrieg aktiv waren, dabei solche, die überlebt haben und andere, die der Musikwelt verloren gegangen sind. Auch werden wir tiefer in bestimmte Instrumentenwelten tauchen. Wir erleben den Kontrabass in der Kammermusik unter anderem in Schuberts Forellenquintett und präsentieren auch eine neue Reihe von Recitals. Dieses Jahr mit hoch romantischer Cello- und Klaviermusik, gespielt von Oren Shevlin und Mariko Ashikawa, sowie ein außergewöhnliches Programm für Flöte und Gitarre, gespielt von Alja Velkaverh und Alberto Mesirca, der erfreulicherweise nach Köln zurückkehrt, nachdem er uns vor zwei Spielzeiten mit seiner unnachahmlichen Energie angesteckt hat. Neben den Kölner Kammersolisten begrüßen wir, wie gewohnt, Gäste. Manche, die uns bekannt sind, manche zum ersten Mal. Gleich beim ersten Konzert freuen wir uns unter anderem über zwei Wiedereinladungen: Suyeon Kim (ab Januar 2018 erste Konzertmeisterin des Konzerthausorchesters Berlin), die 2016 bei Tchaikowskys Souvenir de Florence eingesprungen ist, kehrt zurück und spielt zusammen mit der Pianistin und Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Nina Tichman. Hwa-Won Rimmer wird ebenfalls nach fünf Jahren wieder bei uns zu hören sein, zusammen mit dem Cellisten Mikael Samsonov in einem außergewöhnlichen Programm, unter anderem mit Pendereckis magischem Sextett. Bariton Ronan Collett wird sein Debut bei uns feiern, u.a. mit George Butterworths Vertonung des Gedichtes Love Blows As The Wind Blows von W.E. Henley. Das Gastensemble Trio Gaspard, gegründet von Nicholas Rimmer, debütiert mit Werken von Schubert, Fauré und Zimmermann. Karina Buschinger, Stimmführerin des WDR Funkhausorchesters, wird uns im März wieder erfreuen. Slava Chestiglazov, Konzertmeister des WDR Sinfonieorchesters, erwarten wir mit Freude im Dezember wie auch Julian Shevlin, Konzertmeister der Münchner Philharmoniker, und zugleich Bruder von Gründungsmusiker Oren Shevlin, im April. Auch begrüßen wir wieder Johannes Seidl, Solo-Kontrabassist des Gürzenich-Orchesters, der zusammen mit seinem Kollegen aus dem WDR Sinfonieorchester Stanislau Anishchanka mit einem fast nie zu hörenden hoch virtuosen Werk von G. Bottesini Passione Amorosa für zwei Kontrabässe und Klavier auftreten wird. Gesa Lücker, Klavier, und Mihaela Martin, Violine, beide Professorinnen der HFMT Köln, werden jeweils ihr Debüt bei uns geben sowie der neueste Kollege des Gürzenich-Orchesters, Solo-Flötist Sunghyun Cho. Auch widmen wir bestimmten Komponisten, die 2017/18 ein Geburts- oder Todesjahr haben, ein Konzert - darunter Telemann, Monteverdi, Zimmermann, Gade und Boulanger.

Wir freuen uns, Sie wiederzusehen und freuen uns umso mehr, wenn wir Ihre Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn kennenlernen dürfen! Danke für Ihre großartige Unterstützung, KammerMusikKöln zu stärken und zu fördern. Ich hoffe auf viele weitere gemeinsame Jahre mit Ihnen zusammen.

Ihr

Tom Owen
2. Vorsitzender und Gründungsmitglied KammerMusikKöln